OstSchwung – Theater der Erfahrungen, Berlin/ Deutschland

Eine andere Welt – Ein Stück über das Annehmen und Loslassen

Seniorentheater – Eigenproduktion
Regie und Textfassung: Dieter Bolte

Freitag, 1. Juli 2016, 10.00 Uhr, Kulturwerkstatt Saal
Aufführung im Rahmen des Demenztages ‚Das Vergessen verstehen...’
und
Samstag, 2. Juli 2016, 14.00 Uhr, PaderHalle Oberes Foyer

Was geht in einem vor, wenn man plötzlich bemerkt, dass der Bruder nicht mehr allein den Weg nach Hause findet? Wie fühlt es sich an, wenn man weiß, dass die beste Freundin sich irgendwann nicht mehr an all die gemeinsamen Erlebnisse erinnern wird? Wie kommt man überhaupt damit zurecht, dass ein geliebter Mensch dement wird?

Nicht selten wird Demenz auch als ‚Angehörigenkrankheit’ bezeichnet, denn sie bringt oft auch für das Umfeld der Betroffenen schwerwiegende Veränderungen mit sich. Deshalb stehen in diesem Stück die Angehörigem von Menschen mit Demenz im Mittelpunkt:
Sie berichten von unruhigen Nächten, den Sorgen, Ängsten und der Erschöpfung, die die Fürsorge für ihren Partner oder Verwandten mit sich bringt.
Aber ihre Geschichten zeigen auch, dass dieses Leben komische, berührende und wertvolle Momente bereithalten kann.

In fünfmonatiger Arbeit haben die Spielerinnen und Spieler im Alter von 64 bis 77 Jahren ein Stück erarbeitet, das die Öffentlichkeit für die Situation dementer Menschen und die ihrer Angehörigen sensibilisieren will.
Ausgangspunkt war dabei ein Treffen mit Angehörigen von demenziell Erkrankten, bei denen sowohl die Spieler als auch die Regie eindrückliche Einblicke in den Alltag von Menschen bekamen, deren Ehefrau, Freundin oder Mutter an Demenz leiden.  Während üblicherweise die Inhalte ihrer Stücke mit und aus den Gruppen selbst entwickelt werden, waren die Spieler in diesem Fall mit einem vorgegebenen Thema konfrontiert, mit dem sie keine Erfahrung hatten und dem gegenüber es auch Berührungsängste gab, die während des Erarbeitungsprozesses erst überwunden werden mussten.

‚Eine andere Welt – Ein Stück über das Annehmen und Loslassen’ wurde so zu einer Szenencollage mit wechselnden Protagonisten, die den Verlauf einer Demenz von der Diagnose bis zum Tod aus den verschiedenen Blickwinkeln von Familienangehörigen, Freunden und auch Pflegepersonal beleuchtet.

OstSchwung Eine andere Welt

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